Ehrungen / Referenzen
In den vergangenen Jahren wurde das Engagement von Inklusion Muss Laut Sein und den dahinterstehenden Personen, oft gewürdigt und ausgezeichnet. Hierbei ist hervorzuheben, dass die Auszeichnungen auf dem persönlichen Einsatz jedes einzelnen ehrenamtlichen BUDDIES liegen. Es wurden weltweite Innovationen und gesellschaftlicher Einsatz, genau so wie kreative Lösungen im Veranstaltungsbereich und eine Verbesserung der Zugänglichkeit zur Kultur für Menschen mit einer Behinderung hervorgehoben. Als Bespiele sind zu nennen der Preis der Sozialverbandes, der Gewinn bei startsocial oder auch die Verleihung des ersten Metropolitaner Award der Metropolregion Hamburg. Jede einzelne Ehrung ist uns wichtig und die hier genannten stehen stellvertretend für viele andere Auszeichnungen, die auf unserem Weg bis heute eine tolle Wertschätzung darstellen. Sie alle aufzuzählen würde den gebotenen Rahmen sprengen.
Einsätze
Inklusion Muss Laut Sein und die BUDDIES dahinter waren und sind auf vielen Festivals im Einsatz. Hinzu kamen die Beratungen und zwischen 11.000 und 12.000 Begleitungen in den vergangenen 10 Jahren, die mehr Teilhabe für Fans mit einer Behinderung ermöglichten. Auch hier ist es nur möglich, einige Highlights zu präsentieren, da es ansonsten den Umfang an Informationen bei Weitem übersteigen würde. Ziel von Inklusion Muss Laut Sein ist es die Zugänglichkeit von Veranstaltungen zu erhöhen, dieses geschieht durch fundiertes Wissen, neue Ideen und oft durch an die Veranstaltung angepasste Konzepte. Für Veranstalter und Veranstalterinnen gibt es zudem ein pro bono Programm. Hier erhalten ausgewählte Locations und Events eine kostenlose Beratung. Ebenfalls werden Studierende im Bereich der Zugänglichkeit, Inklusion und Teilhabe von Inklusion Muss Laut Sein unterstützt. Für Facharbeiten vermitteln wir Kontakte zur Zielgruppe von Experten und Expertinnen und helfen bei der Umsetzung des Themas der Arbeit.
Im Zeitraum von 2021 bis 2025 hat Inklusion Muss Laut Sein im Rahmen des SUPERBLOOM Festivals in München einen maßgeblichen strukturellen Aufbau zur Förderung der barrierefreien Teilhabe für Gäste mit einer Behinderung oder chronischen Erkrankungen umgesetzt. Durch die Erstellung eines fundierten Teilhabe-Konzeptes wurde ein belastbarer Rahmen geschaffen, der die Bedürfnisse von Gästen mit Behinderungen ganzheitlich in die Festivalplanung integrierte. Dies beinhaltete neben der Überarbeitung der offiziellen Webseite hinsichtlich der digitalen Barrierefreiheit auch die Etablierung des Projekts als zentrale Anlaufstelle für Erstkontakte bei individuellen Fragen zur Barrierefreiheit.
Vor Ort leistete das spezialisierte BUDDIE-Team einen entscheidenden Beitrag zur inklusiven Infrastruktur, indem es als kontinuierlicher Ansprechpartner für Gäste fungierte und eine direkte Betreuung sicherstellte. Darüber hinaus wurden durch eine beratende Tätigkeit im Bereich der Innovatoren die Speise- und Getränkekarten des Festivals hinsichtlich ihrer Zugänglichkeit und Verständlichkeit optimiert. Erstmalig wurde eine Dialyse vor Ort durchgeführt, sowie auf chronische Erkrankungen und Neurodiversität eingegangen. Diese gezielten Maßnahmen dienten einer Steigerung der Barrierefreiheit, durch die das Festival ein breiteres Publikum erreichen und die gleichberechtigte Teilhabe am kulturellen Angebot nachhaltig sicherstellen konnte.
Im Zeitraum von 2015 bis 2021 leistete Inklusion Muss Laut Sein beim Wacken Open Air einen zentralen Beitrag zur Professionalisierung und Umsetzung inklusiver Strukturen. Die Erstellung eines umfassenden Teilhabe-Konzeptes bildete dabei die Grundlage, um die Festivalumgebung für Gäste mit Behinderungen zugänglicher zu gestalten. Bis zum Jahr 2018 fungierte Inklusion Muss Laut Sein zudem als zentrale Anlaufstelle für den Erstkontakt bei sämtlichen Fragen rund um die Barrierefreiheit des Festivals. Erstmalig arbeitenen auf dem Festival ehrenamtliche mit und ohne Behinderung auf Augenhöhe zusammen.
Die Präsenz vor Ort wurde bis 2019 durch das spezialisierte BUDDIE-Team sichergestellt, welches den Gästen als direkte Ansprechpartner diente und eine kontinuierliche Unterstützung während des Festivalbetriebs gewährleistete. Über die infrastrukturelle Beratung hinaus ermöglichte das Projekt durch die Koordination von weltweit über 350 Begleitungen die aktive Teilnahme von Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf. Parallel dazu wurde durch die Vergabe von bisher insgesamt über 400 Spendentickets der Zugang zu diesem Großereignis auch für Personen ermöglicht, denen dies aus finanziellen Gründen sonst verwehrt geblieben wäre. Diese Maßnahmen führten zu einer nachhaltigen Etablierung inklusiver Standards auf dem Wacken Open Air und stärkten die soziale Teilhabe über die gesamte Laufzeit der Zusammenarbeit.
Im Rahmen der Zusammenarbeit mit dem Zurück zu den Wurzeln Festival führte Inklusion Muss Laut Sein weitreichende konzeptionelle Anpassungen ein, um die infrastrukturelle Barrierefreiheit des Festivals nachhaltig zu verbessern. Zentral war dabei die Erstellung eines fundierten Teilhabe-Konzeptes, das als strategische Basis für alle Maßnahmen diente. Zusätzlich wurde ein belastbares Wegekonzept erarbeitet, welches eine effiziente und hindernisfreie Navigation auf dem Veranstaltungsgelände gewährleistete. Ergänzend hierzu definierte ein spezifisches Konzept zur Zugänglichkeit die notwendigen Standards für den Zugang zu sämtlichen relevanten Festivalbereichen. Die Umsetzung wurde in den Jahren 2019 und 2021 durch das spezialisierte BUDDIE-Team sichergestellt, das vor Ort als direkte Anlaufstelle agierte. Insbesondere im Jahr 2019 fungierte Inklusion Muss Laut Sein zudem als Ansprechpartner für die Gäste, wodurch eine verlässliche Unterstützung gewährleistet und die Qualität der inklusiven Serviceleistungen vor Ort maßgeblich gesteigert wurde.
Bei Rock am Ring von 2025 bis 2026 übernahm Inklusion Muss Laut Sein die Neugestaltung der barrierefreien Infrastruktur und des Besuchererlebnis durch tiefgreifende konzeptionelle Änderungen. Ein wesentlicher Schwerpunkt der Zusammenarbeit lag in der Etablierung eines neuen Kommunikationskonzeptes, das den Informationsfluss zwischen Veranstaltern und Gästen mit Behinderungen, sowie chronischen Erkrankungen effizienter und transparenter gestaltete. Parallel dazu verantworteten wir die fachliche Beratung sowie die praktische Umsetzung eines umfassenden Konzeptes zur Barrierefreiheit, welches den Zugang zu den Festivalarealen nachhaltig verbesserte.
Ein zentraler Erfolg war zudem die vollständige Neuausrichtung des Rockability Campgrounds, durch die eine an die Bedürfnisse von Gästen mit Behinderungen angepasste Unterbringungs- und Versorgungssituation geschaffen wurde. Diese Maßnahmen wurden durch die kontinuierliche Präsenz als Ansprechpartner vor Ort ergänzt, was die Unterstützung der Gäste sicherstellte. Durch diesen Ansatz konnte eine messbare und überdurchschnittliche Zufriedenheit unter den Besuchern erzielt werden, womit das Festival neue Maßstäbe in der inklusiven Gestaltung kultureller Großveranstaltungen setzte.
Unser Soforthilfe-Engagement
Besonders am Herzen liegen mir, Projekte und Menschen, denen in einer Notlage schnell geholfen werden muss. Wir setzen uns für diejenigen ein, die unverschuldet in eine Notlage geraten sind. Hierzu nehmen wir keine Fördergelder oder Drittmittel in Anspruch, sondern bestreiten solche Sonderanliegen aus unseren eigenen Mitteln und aus der Hilfe unserer Netzwerke. Einige Beispiele hierfür sind:
Seit 2019 engagieren wir uns kontinuierlich für die Berliner Winterhilfe, um Menschen, die auf der Straße leben, in der kalten Jahreszeit zur Seite zu stehen. Diese Arbeit führen wir in enger Kooperation mit dem Zug der Liebe aus, da wir fest davon überzeugt sind, dass gemeinsames Handeln die größte Wirkung erzielt. Unsere Unterstützung erfolgt dabei aus der Überzeugung für ein solidarisches Miteinander sowie einem tiefen Gemeinschaftssinn. Ganz gleich, ob es um die Bereitstellung notwendiger Gehilfen, Rollstühle und Rollatoren geht oder um den direkten Schutz vor Kälte durch Schlafsäcke und warme Decken – für uns ist es ein wichtiges Anliegen, dort anzupacken, wo unsere Hilfe unmittelbar Wirkung zeigt. Neben der materiellen Ausstattung mit benötigtem Kleinmaterial leisten wir finanzielle Hilfe, um den Alltag der Betroffenen in den schwierigen Wintermonaten ein Stück weit zu erleichtern und die Würde des Einzelnen zu stützen.
Gemeinsam mit der Initiative Tag ohne Sorgen in Hamburg haben wir uns in der Zeit von 2018 bis 2020 dafür eingesetzt, obdachlosen Menschen einen Moment der Entlastung und ein Stück Normalität zu schenken. Unser Engagement basierte fest auf der Überzeugung, dass ein würdevolles Miteinander durch aktive Unterstützung und Begegnungen gestärkt wird. Dabei stellten wir unsere geschulten BUDDIE-Hilfskräfte der Veranstalterin direkt zur Seite, um eine verlässliche und menschliche Begleitung zu gewährleisten. Neben dem Vor-Ort-Service, der den Betroffenen dort half, wo sie Hilfe benötigten, sorgten wir durch einen Fahrdienst dafür, dass notwendige Wege sicher und barrierefrei zurückgelegt werden konnten. Für uns ist diese Form der direkten Unterstützung ein unverzichtbarer Teil gesellschaftlicher Verantwortung, die wir aus tiefer Überzeugung leisten.
Nach der Flutkatastrophe im Ahrtal im Jahr 2021 war für uns sofort klar, dass wir unsere Ressourcen bündeln und ohne Zögern handeln müssen. In einer intensiven Kraftanstrengung gelang es uns, innerhalb von nur 48 Stunden ein leistungsstarkes Hilfsnetzwerk über drei Bundesländer hinweg aufzubauen, um den Betroffenen schnellstmöglich zur Seite zu stehen. Unser Einsatz vor Ort wurde durch unsere spezialisierten BUDDIE-Hilfskräfte getragen, die dort Unterstützung leisteten, wo die Not am größten war. Ein zentraler Punkt unserer Arbeit war die unmittelbare Bereitstellung und Vermittlung technischer Hilfsmittel für Menschen mit einer Behinderung; so konnten wir zahlreichen Menschen durch den Ersatz von Rollatoren, Rollstühlen und speziellen Behindertenfahrrädern ein Stück ihrer Mobilität und Selbstständigkeit zurückgeben. Wir betrachten es als gesellschaftliche Pflicht, in einer solch schweren Krisensituation Verantwortung zu übernehmen und dort zu unterstützen, wo schnelle, unbürokratische Hilfe das Leben direkt erleichtern kann.
Von 2022 bis 2025 haben wir unsere Kapazitäten für die Ukraine-Hilfe gebündelt, um Menschen im Kriegsgebiet mit lebenswichtigen Gütern zur Seite zu stehen. Unser Einsatz basierte auch hier auf der Überzeugung, dass Hilfe genau dort ankommen muss, wo sie unmittelbar gebraucht wird, und zwar ohne den Umweg über bürokratische Hürden. Durch mehrfache Transporte direkt in die Krisengebiete konnten wir eine kontinuierliche Versorgung sicherstellen. Vor Ort unterstützten unsere BUDDIE-Hilfskräfte durch ihren direkten Einsatz, während wir gleichzeitig eine umfangreiche Ausstattung mit medizinischen Hilfsmitteln wie Rollstühlen, Pflege- und Toilettenstühlen sowie Verbandsmaterial, Medikamenten und weiterem Pflegehilfsmitteln bereitstellten.
Seit 2015 setzen wir uns kontinuierlich dafür ein, Menschen durch unsere Ticketspenden & Anderes kleine und große Glücksmomente zu ermöglichen, die im Alltag oft zu kurz kommen. Unsere Motivation wird dadurch angetrieben, dass Teilhabe am kulturellen und sozialen Leben ein wesentlicher Bestandteil menschlicher Würde ist, weshalb wir unsere Projekte stets fernab von bürokratischen Zwängen gestalten. Wir erfüllen Weihnachtswünsche für Familien, die finanziell belastet sind, und ermöglichen den Besuch von Konzerten und Festivals, um wertvolle Erinnerungen zu schaffen. Darüber hinaus begleiten wir Menschen bei ihren Vorhaben, bieten Praktikumsplätze in der Musikbranche an und leisten durch unsere BUDDIE-Begleitungen sowie unsere Briefe gegen die Einsamkeit einen direkten Beitrag zur Stärkung älterer Menschen.
