Der Krach Mach Tach 2016 in Kiel

 

25.06.2016 Kiel - Rund 500 Menschen mit und ohne Behinderung sind dem Ruf des Landesbeauftragten Ulrich Hase nach Kiel zum Krach Mach Tach gefolgt, um Krach zu schlagen für die Belange von Behinderten. Bewaffnet mit Trommeln, Tröten und allem was laut ist, sammelt sich die bunte Truppe vor dem Amt für Familie und Soziales am Wilhelmsplatz in Kiel. Beim Krach Mach Tach geht es draum gehört zu werden, das geht mit Pauken und Trompeten am BestenDer Wettergott war dem Treiben in diesem Jahr besonders wohlgesonnen und so konnten die Teilnehmer bei 26 Grad ihren Zug durch die Straßen Kiels beginnen. Angeführt durch Ministerin Kristin Alheit, Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer und dem Behindertenbeauftragten des Landes Schleswig Holstein Ulrich Hase ging es quer durch die Innenstadt bis hin zur jungen Bühne Kiel. Alle Beteiligten hatten viel Spaß und die Polizei, die den Umzug absicherte, erzählte, dass in der Vergangheit, der Krach-Mach-Tach so manches Mal bei Regen stattfand, was aber nie der Stimmung abträglich gewesen wäre. Nach knappen 45 Minuten traf die bunte Gemeinschaft auf dem Platz vor der Jungen Bühne ein. Hier stand schon die Jury bereit, um zu ermitteln wer in diesem Jahr einen der begehrten Preise für sein Projekt erhalten sollte. Vertreter der Parteien, sowie Friedrich Rabe (1. Vorsitzender Krach-Mach-Tach e.V. und 1. Vorsitzender LAG Werkstatträte) und Ron Paustian (Inklusion muss laut sein!) machten sich diese Aufgabe nicht all zu leicht. Viele gute Krach-Macher waren mit beim Umzug und jeder hätte die Preise verdient gehabt, doch leider konnten nur 3 Preise an die Teilnehmer vergeben werden.

Weiter ging es bei strahlendem Sonnenschein mit dem Bandcontest auf der Bühne auch hier winkten den 6 Bands zwei großartige Preise für ihr Projekt. Eröffnet wurde das Programm von den Black Lions, die mehr Show boten, als so manch renomierte Band. Mit fetzigem Cover Rock heizten sie das Publikum an und zogen auch die Jury in ihren Bann. So war es kaum verwunderlich, dass sie am Ende des Nachmittages auch die Sieger wurden. Denn zweiten Platz erspielten sich All under the same Roof mit eigenen Liedern. Doch auch Abseits der Bretter die die Welt bedeuten gab es einiges zu entdecken, so waren Schlagzeuge aufgebaut, an denen man sein musikalisches Können unter Beweis stellen konnte, zudem gab es einen inklusiven Klettergarten.

Als der Nachmittag und das Programm um 18 Uhr endeten, gab es viele strahlende Gesichter. Auf zwei Dinge möchten wir hier noch einmal hinweisen -Lärm kann schädlich sein und so war es selbstverständlich, dass die Teilnehmer Gehörschutz trugen, denn wer Krach macht, der muss nicht noch sein Gehör verschlechtern und zum Zweiten führten zwei  Gebärdendolmetscher durch den gesamten Nachmittag. Sie übersetzten synchron alle Lieder und Ansprachen, was eine unheimlich tolle Aktion war. Auch im nächsten Jahr wird Inklusion Muss Laut Sein wieder an der Veranstaltung in Kiel teilnehmen.

Wir wünschen uns alle auch im kommenden Jahr eine rege Beiteilung, wenn es heißt Krach Mach Tach 2017

Inklusion bedeutet, dass jeder Mensch ganz natürlich dazu gehört. Egal wie du aussiehst, welche Sprache du sprichst oder ob du eine Behinderung hast. Jeder kann mitmachen. Zum Beispiel: Kinder mit und ohne Behinderung lernen zusammen in der Schule. Wenn jeder Mensch überall dabei sein kann, am Arbeitsplatz, beim Wohnen oder in der Freizeit: Das ist Inklusion. Wenn alle Menschen dabei sein können, ist es normal verschieden zu sein. Und alle haben etwas davon: Wenn es zum Beispiel weniger Treppen gibt, können Menschen mit Kinderwagen, ältere Menschen und Menschen mit Behinderung viel besser dabei sein. In einer inklusiven Welt sind alle Menschen offen für andere Ideen. Wenn du etwas nicht kennst, ist das nicht besser oder schlechter. Es ist normal! Jeder Mensch soll so akzeptiert werden, wie er oder sie ist. - Aktion Mensch

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