startsocial-Stipendiatentag 2016

Ron und Cathy stehen auf einer beleuchteten Bühne bei einer Veranstaltung, halten Mikrofone sowie Kärtchen in den Händen und sprechen zum Publikum.

Inklusion mit Leichtigkeit und Haltung: „Inklusion Muss Laut Sein“ beim startsocial-Stipendiatentag in Berlin

Ein Raum voller geballter Energie, gespannter Erwartungen und der leisen Aufregung, die immer dann in der Luft liegt, wenn neue Ideen auf offene Ohren treffen. So gestaltete sich der diesjährige Stipendiatentag des Beratungs- und Wettbewerbsformats startsocial in der Alten Münze in Berlin, der für zahlreiche Teilnehmende zu einem Ort des Austauschs, der Inspiration und manchmal auch der überraschenden Erkenntnisse wurde. Mitten in diesem bunten Treiben befand sich das von Ron gegründete Projekt „Inklusion Muss Laut Sein“, das die Einladung von startsocial nutzte, sich und seine Vision einem interessierten Publikum vorzustellen und dabei zu zeigen, dass gesellschaftlicher Wandel keineswegs trocken oder humorlos sein muss.

Bereits der Auftritt von Cathleen und Ron auf der Bühne verlieh der Veranstaltung eine ganz eigene Note. Anstatt auf eine starre Präsentation zu setzen, gelang es dem Team, den Pitch in eine kleine, lebendige Geschichte zu packen, die das Publikum sofort in ihren Bann zog. Mit einer Mischung aus Charme, Selbstironie und klarer Haltung wurde die Bühne betreten, um die zentralen Anliegen des Projekts zu erläutern. Diese ungezwungene Atmosphäre sorgte im Saal für viel Erheiterung und schaffte es, komplexe und oft ernste Themen wie Barrierefreiheit und Teilhabe auf eine nahbare und erfrischende Art zu vermitteln. Es zeigte sich einmal mehr, dass Humor ein hervorragendes Werkzeug ist, um Brücken zu bauen und Aufmerksamkeit zu generieren, wo sie am dringendsten benötigt wird.

Doch ein solcher Tag besteht nicht nur aus Bühnenmomenten, sondern lädt auch dazu ein, den Blick schweifen zu lassen und die Realität vor Ort genauer zu betrachten. Im weiteren Verlauf des vom startsocial-Team organisierten Programms nutzte das Projekt die Zeit, um das historische Gebäude der Alten Münze näher zu erkunden. Dabei offenbarte sich ein Bild, das exemplarisch für viele Orte im Land steht und die täglichen Herausforderungen im Bereich der Barrierefreiheit auf greifbare Weise widerspiegelt. Einerseits gab es durchaus positive Entdeckungen zu machen, wie etwa einen modernen Treppenlifter für Rollstühle, der den Zugang zu bestimmten Bereichen erleichtern soll. Andererseits zeigte der Rundgang auch, wie viel Arbeit noch vor der Gesellschaft liegt, denn einige der Seminarräume erwiesen sich als schlichtweg nicht zugänglich. Diese Kontraste boten einen realistischen und wertvollen Anlass zur Reflexion, verdeutlichten sie doch, dass Theorie und Praxis oft noch weit auseinanderliegen und echte Inklusion ein fortlaufender Prozess ist, der konsequentes Mitdenken erfordert.

Trotz dieser Hindernisse überwogen die positiven Eindrücke des Tages bei weitem. Das Herzstück einer solchen Veranstaltung sind schließlich die Menschen, die zusammenkommen, um gemeinsam an einer besseren Zukunft zu arbeiten. In dieser Hinsicht erwies sich der Tag in der Alten Münze als ein voller Erfolg. Es entstanden zahlreiche nette Kontakte zu Gleichgesinnten, Kooperationspartnern und anderen Projekten, die neue Perspektiven eröffnen und das eigene Netzwerk nachhaltig stärken. Besonders wertvoll war zudem der intensive Austausch mit den eigenen startsocial-Mentoren, deren erfahrener Blick und konstruktives Feedback wertvolle Impulse für die kommenden Schritte liefern. Abgerundet wurde das Programm durch die angebotenen Seminare, die praxisnahes Wissen vermittelten und Raum boten, das eigene Handwerkszeug für die künftige Projektarbeit zu schärfen.

Alles in allem blickt „Inklusion Muss Laut Sein“ auf einen rundum gelungenen und lehrreichen Tag in der Bundeshauptstadt zurück. Die Mischung aus einem gelungenen, humorvollen Auftritt, ehrlichen Momenten der Bestandsaufnahme und dem gewinnbringenden fachlichen Austausch hat gezeigt, wie wichtig solche Plattformen für die Weiterentwicklung sozialer Initiativen sind. Mit frischer Motivation, gestärkt im Netzwerk und mit wertvollen Ratschlägen im Gepäck geht es nun weiter auf dem Weg, Inklusion nicht nur als theoretisches Konzept zu fordern, sondern sie laut, sichtbar und vor allem selbstverständlich in die Gesellschaft zu tragen.

Veröffentlicht: 30. Januar 2016