Ohne Scheuklappen – Inklusion Muss Laut Sein mischt sich ein

Sie liegt im bett und blickt starr aus dem Fenster. An manchen Tagen weint sie sehr viel. Inklusion Muss Laut Sein konnte aber helfen.Sie sitzen bei Krankenkassen, in der Pflege oder in Behörden, die sogenannten Behinderer. Menschen, denen es unwichtig ist, welche Rechte jemand hat, die ihren Dienst so erledigen, wie sie es für richtig halten. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie Hilfe verweigern oder unnötig in die Länge ziehen. Die Leidtragenden sind hier zumeist Menschen mit Behinderung, die auf ihre Anträge warten, bei denen Hilfsmittel abgelehnt werden oder die gar nicht erst erfahren, was ihnen zusteht und welche Hilfen sie bekommen können. Solche Fälle erleben wir bei Inklusion Muss Laut sein fast täglich und meistens können wir schnell und einfach helfen. Manche Aufgaben stellen sich aber als Mamutaufgabe heraus und von diesen möchten wir hier berichten. Denn Inklusion Muss Laut Sein setzt sich als Kämpfer und Berater ein, zeigt welche Möglichkeiten es gibt und wie man schnell zu seinem Recht kommt.

Es ist ein schöner sonniger Tag in Berlin, doch Sylvia blickt mit traurigen Augen aus dem Fenster. 2 Jahre ist sie mittlerweile in ihrem Pflegebett und ihrer Wohnung gefangen und kann nichts dagegen tun. Nach einem Schlaganfall wurde ihr ein Teil der Schädeldecke entfernt und hiermit begann der Spießrutenlauf für ihren Lebensgefährten. Die Krankenkasse weigerte sich, einen benötigten Patientenlifter zu bezahlen, immer wieder fanden sich Ausreden und ständig wurde weiter verzögert. Irgendwann reichte alleine die Kraft,des Kämpfers aus Berlin nicht mehr aus und mit einem enttäuschten Post bei Facebook machte er sich ein wenig Luft. Es glich einen Zufall, dass genau jene Zeilen auch Inklusion Muss Laut Sein erreichten.

Lifter2Nach der Klärung des Sachverhaltes ging es für beide Seiten an die gemeinsame Arbeit und schnell stellte sich heraus, dass in der zuständigen Krankenkasse nicht nur Behinderer arbeiten, sondern auch Menschen, denen es wichtig ist, dass ihre Kunden wieder am Leben teilhaben können. Wobei so ganz ohne Druck ging es natürlich nicht, so wurde lange diskutiert, ob bereits ein Lifter vorhanden ist. Immer wieder erklärten wir den Mitarbeitern, dass es sich um einen festinstallierten Bettlifter handelte und dieser nicht geeignet ist, dass man damit Sylvia in ihren Rollstuhl bekommt, dass sie endlich die Wohnung verlassen kann. Nach 14 Tagen kam dann Bewegung in die Sache und so durfte ein Kostenvoranschlag für das benötigte Gerät eingereicht werden, zudem wurde vom Hausarzt bestätigt, dass er einem solchem Patientenlifter für angebracht erachtet und sich die gesundheitliche Lage seiner Patientin, dadurch verbessern könnte. Mit ein wenig Anlaufschwierigkeiten ist es nun soweit, Sylvia bekommt ihren Lifter und wird nachdem sie solange gefangen war, endlich wieder den Duft der Blumen, den warmen Sonnenschein und auch den Regen auf ihrer Haut spüren. Sie kann gemeinsam mit ihrem Lebengefährten ihre Lieblingsorte aufsuchen, dieses ist unheimlich wichtig und kann bei Schlaganfallpatienten dazu führen, dass sich ihr Zustand bessert. Man versucht durch Reize zu erreichen, dass geschädigte Hirnpartien überbrückt werden und andere Areale ihre Aufgabe übernehmen.

Auch wenn viele Menschen im Wachkoma liegen, so nehmen sie ihre Umwelt doch wahr.Wenn Sylvia nun aus dem Fenster sieht und ihr die Tränen über die Wangen laufen, dann sind es Tränen der Erleichterung. Zärtlich und aufopferungsvoll kümmert sich ihr Lebensgefährte um sie, streicht ihr über die Haare und flüstert ihr zu, jetzt wird alles gut. Wir von Inklusion Muss Laut Sein werden auch weiter den Weg von Sylvia begleiten, eine helfende Hand dort reichen wo es nötig tut und natürlich mit Rat und Tat zur Seite stehen. Einen weiteren kleinen Wunsch konnten wir bereits erfüllen, so wurde noch ein Regencape für den Rollstuhl benötigt, ein Fusssack für den Winter und ein Netz um Einkäufe zu erledigen. Hier konnten wir aus einer Sachspende schnell und einfach helfen.

Sie möchten helfen und unsere Arbeit, sowie die Beratung für Betroffene auch weiterhin kostenfrei zu halten? Dann nehmen sie gerne Kontakt zu uns auf. info@i-m-l-s.com spenden Sie Hoffnung und Teilhabe, denn Inklusion Muss Laut Sein (Spendenbutton oben)

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