Sichere Nächte beim Superbloom

4 BUDDIES aus dem Awareness Team des Superbloom sind als Gruppe im Olympiastadion für die Sicherheit der Gäste zuständig

Das SUPERBLOOM Festival 2024 in München hat einmal mehr bewiesen, dass musikalische Großveranstaltungen und ein Höchstmaß an sozialer Verantwortung Hand in Hand gehen können. Mit einem wegweisenden Sicherheits- und Betreuungskonzept wurden neue Standards gesetzt, die das Wohlbefinden und die Sicherheit aller anwesenden Gäste konsequent in den Mittelpunkt stellen. In einer Zeit, in der das Sicherheitsbedürfnis bei Abend- und Nachtveranstaltungen stetig wächst, hat das Organisationsteam gemeinsam mit starken Partnern vorausschauend gehandelt, um einen geschützten Rahmen zu schaffen, in dem unbeschwerte Festivaltage garantiert sind.

Ein zentraler Baustein dieses umfassenden Engagements widmet sich der späten Abreisezeit und dem oft beschwerlichen sowie unsicheren Heimweg nach einem ereignisreichen Tag voller Konzerte, Kunst und Begegnungen. In enger und zielgerichteter Kooperation mit Mona sowie dem Kreisverwaltungsreferat wurde ein maßgeschneidertes Angebot ins Leben gerufen, das kostenlose Frauen*-Nacht-Taxi-Gutscheine umfasst. Dieses spezifische Instrument zielt darauf ab, strukturelle Barrieren abzubauen und insbesondere weiblichen sowie marginalisierten Gästen eine Heimfahrt zu ermöglichen, die frei von Angespanntheit oder potenziellen Risiken ist. Die Ausgabe dieser streng limitierten Gutscheine erfolgt direkt vor Ort am zentralen Awareness-Stand, dessen exakte Positionierung transparent auf dem offiziellen Lageplan des Festivalgeländes ausgewiesen ist, sodass er von jedem Punkt aus schnell und unkompliziert auffindbar bleibt.

Das dahinterstehende Hilfsangebot greift gezielt in Situationen ein, in denen sich Besucherinnen und Besucher auf dem Weg zu den umliegenden Parkflächen oder zum offiziellen Taxistand während der späten Abendstunden unwohl oder unsicher fühlen. Darüber hinaus richtet sich die Initiative an Personen, die aufgrund von körperlicher Erschöpfung nach Stunden des Tanzens oder durch den Konsum von alkoholischen Getränken nicht mehr in der Verfassung sind, den Heimweg eigenständig mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzutreten. Durch diese pragmatische Unterstützung wird verhindert, dass Festivalgäste in prekäre Lagen geraten, und stattdessen eine verlässliche und sichere Alternative geboten, die den Übergang vom Partygelände in die private Heimstatt schmerzfrei und geschützt gestaltet.

Ergänzend zu den finanziellen Fahrhilfen wurde ein physischer Betreuungsdienst (Care and Response) ins Leben gerufen, der von einem speziell geschulten Team getragen wird. Unter der Bezeichnung Care and Response Team agieren fachkundige und empathische Helferinnen und Helfer, die einen direkten Begleitservice anbieten. Dieser Service geht weit über die bloße Information hinaus und sieht vor, dass Gäste persönlich eskortiert werden. Die ehrenamtlichen oder professionellen Begleitpersonen gehen gemeinsam mit den Hilfesuchenden den Weg bis zum sicheren Einsteigen in ein autorisiertes Taxi oder bis zum Erreichen des eigenen Pkw auf dem Parkplatz. Diese menschliche Komponente sorgt für ein unmittelbares Gefühl von Geborgenheit und nimmt potenziellen Angsträumen ihren Schrecken.

Der Betrieb dieses umfassenden Schutznetzes ist eng an den offiziellen Zeitplan der Veranstaltung gekoppelt und steht den Gästen während der gesamten offiziellen Veranstaltungszeiten durchgehend zur Verfügung. Damit ist sichergestellt, dass zu jeder Stunde, in der das Festivalgelände belebt ist, auch die entsprechende Infrastruktur zur Bewältigung sicherheitsrelevanter Anliegen bereitsteht. Das übergeordnete Ziel dieser Maßnahmen besteht darin, eine Atmosphäre zu etablieren, in der sich sämtliche Besucherinnen und Besucher zu jeder Sekunde geschützt, wertgeschätzt und ernst genommen fühlen, unabhängig davon, wie spät es ist oder in welcher Verfassung sie sich befinden.

Das Fundament für dieses ausgeklügelte Konzept bildet ein Ansatz mit dem aussagekräftigen Titel Sicher durch die Nacht, welcher von der engagierten Initiative Inklusion Muss Laut Sein konzipiert wurde. Diese Organisation hat sich der barrierefreien und sicheren Gestaltung von Events verschrieben und bringt wertvolle Expertise in die Planung ein. Vor seiner erfolgreichen Implementierung in der bayerischen Landeshauptstadt wurde das Modell bereits bei einer anderen massiven Großveranstaltung mit mehr als 55.000 teilnehmenden Menschen in Dresden erprobt und in der Praxis validiert. Die dort gesammelten positiven Erfahrungswerte flossen direkt in die Ausgestaltung für das Münchener Event ein und belegen, dass dieser ganzheitliche Schutzansatz auch bei Menschenmassen in dieser Größenordnung reibungslos funktioniert.

Die erfolgreiche Umsetzung auf dem Münchner Gelände verdeutlicht, dass moderne Festivals weit mehr bieten müssen als hochkarätige Live-Acts und aufwendige Bühneninszenierungen. Sie müssen als temporäre urbane Räume verstanden werden, in denen das soziale Miteinander und die physische Unversehrtheit oberste Priorität genießen. Durch die Kombination aus finanzieller Entlastung bei der Heimfahrt, physischer Begleitung durch geschultes Personal und erprobten Konzepten externer Initiativen hat die diesjährige Ausgabe Maßstäbe gesetzt, an denen sich künftige Kultur- und Musikereignisse messen lassen müssen. Es ist ein starkes Signal an die gesamte Veranstaltungsbranche, dass Sicherheit und Inklusion keine Randnotizen darstellen dürfen, sondern das Fundament bilden, auf dem ein unvergessliches und unbeschwertes Live-Erlebnis erst gedeihen kann.

Veröffentlicht: 06. August 2024