Inklusion Muss Laut Sein – Leitbild & Handeln

Inklusion Muss Laut Sein – Das Handeln unserer sozialen und gemeinnützigen Organisation, wird durch die menschlichen Werte bestimmt, im Sinne der Betroffenen, Ehrenamtlichen und Nutzer zu handeln. Diese Werte wurden bereits 2009 festgelegt und sind wie folgt Grundlage des Handelns von Inklusion Muss Laut Sein:

Inklusion Muss Laut Sein vertritt die Werte, welche schon im Grundgesetz verankert sind und macht bei der Ausführung des Ehrenamtes, sowie bei der Arbeit von, für und mit Betroffenen keine Unterschiede bei Herkunft, Geschlecht, Religion, Alter, Behinderung oder sexueller Orientierung, solange diese nicht gegen geltendes Recht verstoßen.

Zur Begründung und Umsetzung:
Im Mittelpunkt unseres Handelns steht der Mensch als Individuum, ausschlaggebend sind die Wünsche und Bedürfnisse des Einzelnen, aber auch eine Verbesserung für die Masse. Im Bereich der Teilhabe unterscheiden wir hier zwei Gesichtspunkte. Die Arbeit an der Barrierefreiheit für alle und die Tätigkeit für Einzelpersonen.

Respekt und Anerkennung sind ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit. Jeder Einzelne trägt seinen Teil zum Gelingen bei. Daher gibt es kein besser oder schlechter, sondern nur das WIR als Gemeinschaft.

Zur Begründung und Umsetzung:
Ohne die Mitarbeit der Ehrenamtlichen, wäre ein Projekt wie Inklusion Muss Laut Sein nicht möglich. Sie sind es, die das Fundament der gemeinnützigen Organisation bilden. Ihre Arbeit ist wichtig und sollte im hohen Maße geschätzt werden. Auch ohne einen konkreten Einsatz, darf die Wertigkeit der geleisteten Arbeit nicht herabgesetzt werden. Denn jeder Einzelne opfert seine Freizeit, um zum Gelingen der Teilhabe beizutragen.

Trinkgelder, Spenden und geldwerte Vorteile von Begleitpersonen

Zur Begründung und Umsetzung:
Begleitpersonen, Assistenten und andere für Inklusion Muss Laut Sein tätige Personen, dürfen keine Trinkgelder, Spenden oder andere geldwerte Vorteile entgegennehmen. Spenden dürfen nur über die offiziellen Wege getätigt werden. Begleitpersonen sind nicht berechtigt, sich nach außen als Vertreter der Organisation für diesen Bereich darzustellen. Als Begründung: In unserer Satzung ist festgelegt, dass Begleittätigkeiten kostenfrei stattfinden, dieses ist ein wichtiger Teil der Anerkennung unserer Gemeinnützigkeit. Zudem erlangen die Begleitpersonen durch ihre Begleitung einen Vorteil, da sie kostenfrei Konzerte, Festivals und andere Veranstaltungen besuchen können. Für ihre Tätigkeit erhalten die Assistenten und Begleiter keine Entlohnung, allerdings besteht die Möglichkeit einer Aufwandsentschädigung in Form eines Fahrgeldes. Dieses fällt in dem Moment ins Gewicht, wenn Ehrenamtliche Strecken über 20km zurücklegen müssen, das eigene Fahrzeug nutzen oder Sonderfälle eintreten.

Das Erhalten von Arbeitsplätzen steht über der ehrenamtlichen Begleitung und ist immer auch so zu vermitteln gegenüber Dritten.

Zur Begründung und Umsetzung:

Immer wieder kommt es vor, dass große Organisationen wie das DRK, die AWO, ASB usw. eine Begleitung anfragen. Dieses ist in erster Linie nicht möglich. Zur Begründung, Bewohner einer Einrichtung unterschreiben grundsätzlich einen Heimvertrag, dieser regelt auch die soziale Teilhabe. Die Organisationen müssen hierfür Personal vorhalten, was zumeist nicht der Fall ist. Es darf daher nicht sein, dass durch die ehrenamtliche Tätigkeit noch Personal eingespart wird und so Arbeitsplätze vernichtet werden. Eine Ausnahme bilden Anfragen, die sich auf Sonderveranstaltungen beziehen (Sommerfeste, Flohmärkte oder Ähnliches) hier ist von Fall zu Fall zu entscheiden.

Netzwerkpartner, Kooperationsvereine und andere sind immer mit Respekt zu behandeln. Sie tragen zum Erfolg des Projektes bei und sind wichtig in ihren jeweiligen Bereichen.

Zur Begründung und Umsetzung:
Zumeist arbeiten Vereine nur sehr selten zusammen, da sie sich die wenigen Spendengelder nicht gegenseitig gönnen. Inklusion Muss Laut Sein baut auf ein starkes gleichberechtigtes Netzwerk. Wir bewegen uns auf Augenhöhe und unterstützen örtliche und regionale Vorhaben bei ihrer Umsetzung. Als Beispiel ist zu nennen Rampen für Goslar, welche durch uns in ihren Vorhaben unterstützt werden, dieses kann materiell erfolgen, aber auch durch eine geldwerte Unterstützung, durch das Vermitteln von Know-How oder durch die Öffentlichkeitsarbeit. Wichtig hierbei ist, dass nicht Inklusion Muss Laut Sein im Vordergrund steht, sondern die Netzwerkpartner vor Ort, sie sind es, die die Arbeit leisten und wissen, welche Bedürfnisse entstehen.

Versicherung der Ehrenamtlichen bei Begleittätigkeiten

Zur Begründung und Umsetzung:
Grundsätzlich sind Ehrenamtliche bei ihrer Tätigkeit durch die eigene Krankenkasse und Haftpflichtversicherung geschützt. Inklusion Muss Laut Sein, hat diesen Schutz aber mit einer eigenen Versicherung ausgebaut. So sind Ehrenamtliche nicht nur gegen Unfälle versichert, sondern auch gegen Beschädigungen im Sach- und Personenbereich. Dieses soll helfen, falls die Versicherung oder Krankenkasse eines Begleiters sich weigert Kosten zu übernehmen. Weiter sind auch die Fahrten der Ehrenamtlichen versichert, sowie entstandene Schäden durch Begleitete.

Verstoß gegen die Menschlichkeit, Handeln in Namen von Inklusion Muss Laut Sein ohne Aufforderung, sowie werben mit der Marke „Inklusion Muss Laut Sein“ ohne vorherige Genehmigung

Zur Begründung und Umsetzung:
Ehrenamtliche, die gegen die Grundsätze der Menschlichkeit verstoßen, sind mit sofortiger Wirkung aus dem Dienst zu entlassen. Hierzu gehören Beleidigungen, welche gezielt auf ein Handicap abzielen, körperliche Misshandlungen, sexuell Übergriffe und psychische Demütigung. NutzerInnen, die ein solches Verhalten zeigen, sind nicht mehr zu begleiten, wenn dieses Verhalten nicht für ihre Behinderung bzw. Erkrankung typisch ist. Ein typisches Verhalten ist eine Demenzerkrankung, Tourette-Syndrom oder eine starke geistige Einschränkung. In diesen Fällen, sollte schon im Vorlauf eine zweite Begleitperson gestellt werden. Ehrenamtliche die gegen diesen Punkt verstoßen können nach geltenden Gesetzen ebenfalls zur Rechenschaft gezogen werden.

Alle Ehrenamtlichen handeln im Grundsatz im Namen von Inklusion Muss Laut Sein und vertreten die Interessen nach Außen. Dritte welche nicht berechtigt sind, Spenden zu sammeln, Geschäfte zu tätigen, Zusagen zu treffen oder mit dem Namen „Inklusion Muss Laut Sein“ zu werben, sind abzumahnen und bei Betrugsfällen zur Anzeige zu bringen. Ausnahmen gibt es hier keine.

Das Werben mit der Marke „Inklusion Muss Laut Sein“ ist nur nach vorheriger Absprache möglich. Alle Logos und Bilder sind durch das Urheberrecht, sowie die Eintragung der Marke ins Markenregister geschützt. Vorstöße durch Dritte sind abzumahnen und bei betrügerischen Absichten zur Anzeige zu bringen.